smiling woman with whitened teeth


Vielleicht ist es ihnen auch schon aufgefallen. Sie sind in der 4. oder 5. Schwangerschaftswoche und bemerken plötzlich, dass sich ihr Zahnfleisch verändert hat. Es ist stärker gerötet, allgemein Schmerzempfindlicher und blutet manchmal sogar. Grund dafür ist die Hormonumstellung in der Schwangerschaft. Das Östrogen ist der Auslöser dafür, dass das Zahnfleisch besser durchblutet wird als normaler weise. Manchmal kommt es sogar zu Wucherungen. Auch die Zusammensetzung des Speichels hat sich durch die hormonelle Umstellung verändert. Er ist nun saurer, greift daher eher den Zahnschmelz an und erhöht damit das Risiko für Zahnfleischentzündungen und Karies.

Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, auf die richtige und ausgiebige Mundhygiene zu achten. Während der Schwangerschaft kommt der Zahnpflege eine ganz besonder Bedeutung zu! Günstig wäre es, sich gleich zu Beginn der Schwangerschaft eine Kontrolluntersuchung bei einem Zahnarzt zu vereinbaren. Dieser wird nach der Überprüfung ihrer Zähne und des Zahnfleisches, nötigenfalls eine professionelle Zahnreinigung vornehmen und ihnen hilfreiche Tipps zu ihrer weiteren Zahnpflege in der Schwangerschaft geben. Ein guter Zahnarzt hilft ihnen gerne weiter und ist für Fragen offen.

Sanfte Zahnpflege

Da das Zahnfleisch allgemein empfindlicher und schneller gereizt ist, eignet sich eine Zahnbürste mit weichen Borsten für ihre tägliche Mundpflege am besten. Anderenfalls können kleinere Zahnfleischverletzungen zu schmerzhaften Entzünden führen. Damit es gar nicht erst dazu kommt, sollten sie in der nächsten Zeit auf einige Dinge besonders achten. Zähne putzen, nach jeder Mahlzeit senkt das Entzündungsrisiko erheblich de.wikipedia.org. Auch Zahnseide sollte vermehrt genutzt werden, da sich gerade in den Zahnzwischenräumen Essensreste sammeln und zu  Bakterienbrutstätten werden können.

Oft hört man davon, dass schwangeren Frauen durch die mechanische Bewegung im Mund übel wird. Da kann man auf eine Kinderzahnbürste oder notfalls auf eine bakterienhemmende Mundspüllösung zurückgreifen, wenn Übelkeit das Zähneputzen verhindern sollte. Sollten sie sich in der Schwangerschaft übergeben müssen, greifen sie danach nicht gleich zur Zahnbürste, sondern spülen sie zuerst ihren Mund mit Wasser oder einer Mundspüllösung aus. Ihr Zahnschmelz ist durch die Magensäure angegriffen und kann durch zu heftiges Zähneputzen die Zahnsubstanz noch mehr schädigen.

Gefahr fürs Baby

Eine nachlässige Mundhygiene kann sich allerdings nicht nur negativ auf die schwangere Frau auswirken. Parodontitis (Entzündung des Zahnbettes) gefährdet nicht nur die Mutter, sondern kann sich auch negativ auf das Ungeborene auswirken. Entzündet sich das Zahnfleisch, produziert das Immunsystem bestimmte Botenstoffe, die zum Teil auch in die Gebärmutter gelangen. Diese Stoffe können vorzeitige Wehen auslösen. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für eine Frühgeburt erhöht.

Daher sind zwei  zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft dringend zu empfehlen! Und auch nach der Geburt sollten Mütter frühzeitig mit der Zahnpflege ihrer Lieblinge beginnen.

Grundbaustein – Die Nahrung

Doch auch mit der Ernährung, können werdende Mütter zu einer optimalen Zahnsubstanz ihres Ungeborenen beitragen, denn die Milchzähne bilden sich bereits ab der achten Schwangerschaftswoche. Man sollte daher auf eine Ernährung mit ausreichend Kalzium, Vitamin D und Fluorid achten. Reichliche Vitalstoffe sind auch zu empfehlen, also Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte und magere Fleischwaren, sowie zwei Mal pro Woche Fisch.

Rate this post