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Was aber genau versteht man unter einer Allergie?

Die Definition der Allergie lautet: Als Allergie wird eine überschießende Abwehrreaktion des eigenen Immunsystems auf bestimmte, normalerweise harmlose Umweltstoffe ( Allergene ) bezeichnet.

Auslöser einer Allergie sind eben diese bestimmten Allergene. Dies sind körperfremde Stoffe, gegen die sich das Immunsystem fälschlicherweise wehrt, denn eigentlich sind diese Substanzen ja harmlos. Doch das Immunsystem verwechselt hier gefährliche Erreger, gegen die es ja ankämpfen soll, mit den harmlosen körperfremden Stoffen. Beeinflussen Umweltfaktoren mein Allergierisiko? Die Antwort lautet ja! Heute werden immer mehr Haustiere in engen Wohnungen gehalten, die Konzentration an Tierhaaren, Schimmelpilzen und Milben in unseren Räumen steigt stetig an. Immer neue Allergieauslöser kommen auf den Markt, sei es in Kosmetika oder Kleidung. Auch unsere Ernährungsweise hat sich in den letzten 20 Jahren so stark verändert, dass selbst viele Nahrungsbestandteile schon Allergien auslösen können. Aber auch Zigarettenrauch und Formaldehyde steigern das Risiko, an einer Allergie zu erkranken. Nicht nur Rauch und Katzenhaare sind für Viele ein Risiko, sondern auch ein ” zuviel ” an Hygiene und Putzmitteln kann sich begünstigend auf eine Allergiebildung auswirken. Da in unseren westlichen Industrieländern immer mehr geputzt wird, ist ein deutlich reduzierter Keimkontakt die Folge. Hier zeigt sich, dass für eine gute Abwehrreaktion des Körpers eine vorausgehende Sensibilisierung erforderlich is t( der sogenannte Erstkontakt mit einem Allergen ).

Im Klartext heißt das: Eltern, die das Allergierisiko ihrer Kinder verringern wollen, sollten sie auch mal im ” Dreck wühlen lassen “, ein Sandkasten, Pfützen oder auch das Herumtollen in freier Natur sind hierfür wunderbar geeignet. Auch sollten keine Reinigungsmittel mit desinfizierenden Zusatzstoffen verwendet werden. Hygiene ist gut – aber bitte nicht zu viel!!! Kommt der Körper zum ersten Mal mit einem Allergen in Kontakt, tritt noch keine allergische Reaktion auf. Zu diesem Zeitpunkt wird er noch darauf stimuliert, beim nächsten Kontakt mit demselben Allergen eine Reaktion zu zeigen. In unserem Körper wandern ständig sogenannte Makrophagen ( Fresszellen ) umher,die auf der Suche nach körperfremden Stoffen sind. Entdeckt so eine Fresszelle ein Allergen, nimmt sie es auf und vernichtet es ( Allergenprozessierung ).

Die Fresszelle, die das Allergen zerstückelt hat, präsentiert nun die Reste des Allergens auf ihrer Oberfläche. Mit T-Helferzellen oder T-Lymphozyten tritt sie in Kontakt, die T-Lymphozyten werden aktiviert und schütten nun Botenstoffe, unter anderem Interleukine, aus. Jetzt werden B-Zellen gebildet, sich sich in Plasmazellen umwandeln – und genau diese Plasmazellen bilden sehr viele Antikörper der Klasse IgE ( Immunglobulin E ) gegen die Allergene.
Diese Antikörper hängen sich an die Rezeptoren der Mastzellen und machen es sich bevorzugt in der Haut und in den Schleimhäuten bequem. Winzig kleine Bläschen enthalten die sogenannten Mediatoren, welche freigesetzt werden, wenn sie mit einem Allergen in Kontakt treten.

Ein bekannter Mediator ist z.B. Histamin – aber auch Prostaglandine oder Leukotriene werden ausgeschüttet. Das nun freigesetzte Histamin ist verantwortlich für sie allergische Reaktion , sei es nun Quaddelbildung oder eine laufende Nase. Die Symptome einer Allergie können sich in verschiedenen Krankheitsbildern und an verschiedenen Organen äußern: So fällt der Heuschnupfen ( oder auch die allergische Rhinitis ) unter die atopische Erkrankung vom Typ I. Die Nasenschleimhaut entzündet sich, Geruchs – und Geschmackssinn können gestört sein. Selbst die Nasennebenhöhlen, der Rachen und die Ohren können in Mitleidenschaft gezogen werden. Man fühlt sich müde, abgeschlagen, leidet unter Kopfschmerzen oder Schlafstörungen.

Aber auch die Augen sind ein beliebtes Organ bei der Allergie. Sie können jucken und tränen und sind oft gerötet. Bei einer Allergie sind immer beide Augen betroffen. Selbst Asthma bronchiale ( Atemnot infolge von einer Verengung der Atemwege ) kann auftreten, wenn die allergischen Beschwerden nicht ausreichend behandelt werden. Ein Asthma-Anfall äußert sich in Erstickungsangst, Schweißausbrüchen, Husten mit zähem Schleim und rasselnden Atemgeräusche. Leider entwickelt fast jeder zweite Neurodermitiker im Laufe seines Lebens eine Allergie. Bei der Erkrankung, die auch atopische Dermatitis genannt wird, schuppt und juckt die Haut https://de.wikipedia.org/wiki/Autoimmunkrankheit. Oft auch sind nässende Ekzeme vorhanden.
Der Milchschorf bei Säuglingen stellt oft die erste Form der Erkrankung dar, wobei sich die Symptome über die Lebensjahre hinweg unterschiedlich stark äußern können. Beginnend in den Beugefalten der Knie- und Ellenbogengelenke wandern die Ekzeme in den Bereich des Gesichtes.

Eine andere allergische Reaktion der Haut ist die Nesselsucht, die sich in brennenden und juckenden Quaddeln äußert. Meist ist eine Allergie gegen ein bestimmtes Nahrungsmittelbestandteil oder auch ein Medikament der Auslöser. Aber auch Stress, Kälte oder große Hitze können für eine Urtikaria verantwortlich sein. Mehr zum Thema Nesselsucht finden Sie hier! Auch das Kontaktekzem gehört zum Allergie-Typ. Meist tritt nach Kontakt mit einem allergieauslösendem Stoff wie Nickel ( Hosenknöpfe ), Kobalt oder Chemikalien eine Hautrötung oder starker Juckreiz mit Bläschenbildung auf. Kommt es zum anaphylaktischen Schock, ist Eile angesagt. Hier ist der gesamte Körper von der Allergie betroffen. Die Beschwerden treten meist sehr plötzlich auf, die Symptome verschlechtern sich innerhalb kürzester Zeit. Das Kreislaufsystem kann zusammenbrechen und es kann zum Atemstillstand kommen.

Die Allergene ( meist Enzyme oder Proteine ) werden folgendermaßen klassifiziert: Pollen, Insektengift, Hausstaubmilben, Tierhaare und Schimmelpilz. Wer Pollenallergiker ist, kann sich auf der ALLERGO Funk- Wetterstation mit Polleninformation die neusten Informationen zum Pollenflug holen. Die Pollen sind bei den Allergenen am häufigsten vertreten. Meist sind es diverse Kräuter, Gräser, Sträucher oder auch Bäume, deren Pollen durch die Luft getragen werden. Das Leiden der Allergiker kann sich über das ganze Jahr hinziehen, beginnen tut es meist schon Anfang Februar mit der Haselnuss und der Erle. Allerdings ist die Konzentration der Pollen zwischen März und September am größten.

Bei den Insektengift-Allergikern ist die Anzahl der Betroffenen im Vergleich zu den anderen Gruppen eher gering. Bienen und Wespen sind hier ” die Hauptverursacher ” und können bei den Allergikern heftige Reaktionen auslösen. Ist der Betroffene gestochen worden, reagiert er innerhalb von Sekunden mit Schwindel, Hautausschlag, Schwellungen und es kann zum anaphylaktischen Schock kommen. Hier muss sofort der Notarzt gerufen werden, da es sonst zum Kreislaufstillstand kommen kann. Weiß der Allergiker allerdings um seine Allergie, sollte er stets ein spezielles rezeptpflichtiges Medikament bei sich tragen ( Nähere Informationen bekommen Sie bei ihrem Arzt ).

Die Hausstaubmilbenallergie ist eine sehr häufig vorkommende Allergie. Ungefähr 5 Millionen Deutsche leiden unter dem Kot der Hausstaubmilbe, denn es ist nicht die Milbe an sich, die die allergischen Reaktionen hervorruft, sondern der Kot der Milbe. Da sich die Milben von den Hautschuppen der Menschen ( man verliert ca. 1-1,5g/Tag ) ernähren, leben sie bevorzugt in der Bettwäsche, Kopfkissen und Bezügen. Wußten Sie, dass der Inhalt eines ungefähr 2 Jahre altes Kopfkissens ca. aus 10 Prozent toten Milben und deren Kot besteht? Die Tierhaare sind für ca. 43 Prozent der Allergien verantwortlich. Wobei aber die Tierhaare selbst nicht der Auslöser für eine Allergie sind, sondern Bestandteile von Urin, Speichel und Schweiß des Tieres, die an den Haaren anhängen.” Katzenallergiker” haben es besonders schwer: Die Allergene aus dem Katzenspeichel halten sich über mehrere Monate, selbst wenn die Katze schon aus dem Wohnraum entfernt worden ist.

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